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24.04.2012

Studie: Mehrheit würde Wertverlust bei Immobilie besser verschmerzen als im Aktiendepot

Einbußen bei Immobilieninvestments werden als weniger schlimm angesehen

München, 24. April 2012 – Wertverlust ist nicht gleich Wertverlust. Selbst wenn es theoretisch um dieselbe Größenordnung geht, wären vielen Deutschen Renditeeinbußen bei einer Immobilie lieber als bei Aktien. Das geht aus der neuesten Immobilientrendstudie der PlanetHome AG hervor.

„Angenommen, Sie müssten 100.000 Euro anlegen, entweder in einer Immobilie oder in einem Aktiendepot. Bei beiden Anlagen besteht die Gefahr, innerhalb der nächsten zwei Jahre 20 Prozent Verlust zu erleiden. In welche Anlageform würden Sie lieber investieren?“, fragte der Immobilien- und Finanzierungsvermittler PlanetHome AG 1.176 Personen. Obwohl der zu erwartende finanzielle Schaden identisch wäre, würden sich 72 Prozent für ein Immobilieninvestment entscheiden und nur 13 Prozent für Anteilsscheine. „Die Antworten verdeutlichen zwei Dinge. Einerseits wird der Immobilienkauf als emotionale Investition wahrgenommen. Andererseits punkten Immobilien, weil sie anders als Aktien einen direkten Mehrwert bieten“, sagt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG.

Immobilien sind nach Worten des Experten die einzige Anlageform, die bei einer Eigennutzung direkt die Lebensqualität positiv beeinflusst. Während Aktien im Depot liegen, lassen sich die eigenen vier Wände bewohnen. „Diese Möglichkeit spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die Realisierung von Verlusten geht. Solange man die Immobilie nutzt, spürt man den theoretischen Wertverlust nicht“, sagt Anzenberger. Besonders eine hochwertige und teuer erkaufte Ausstattung kann bei vielen paradoxerweise über schlechte Renditeerwartungen hinwegtrösten – selbst wenn sie möglicherweise der Ausgangspunkt für den Wertverlust ist. Wer sich täglich über die Designerküche oder den Luxusfußboden freut, muss sich über einen theoretisch schlechten Verkaufspreis nicht ärgern.

Da die Immobilie für die Mehrheit der Deutschen ein zentrales Element der Altersvorsorge ist, kommt ein kurzfristiger Verkauf ohnehin nicht in Frage. Es zählt die tägliche Lebensqualität bei gleichzeitiger Mietersparnis.

Damit es auch bei Immobilieninvestments gar nicht erst zu Verlusten kommt, rät die PlanetHome AG Käufern, bei der Objektauswahl genau auf Lage und Bausubstanz zu achten. Objekte in Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern beispielsweise versprechen bei angemessenen Einstandspreisen eine bessere Wertstabilität und höhere Renditechancen als Immobilien in kleineren Orten.

In der Immobilientrendstudie 2011/2012 werden aktuelle Tendenzen und Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt untersucht. Die Studie wurde als Online-Befragung konzipiert und umgesetzt. Zusammen mit dem Panelanbieter Panelbiz wurden gezielt Personen aus den Städten Düsseldorf, Hamburg, München, Nürnberg, Berlin und Frankfurt am Main zu der Befragung eingeladen. Erhebungszeitraum war 31. Oktober bis 8. November 2011. Insgesamt wurden 1.176 Personen befragt.

Die Trendstudie in Zahlen:

Angenommen, Sie müssten 100.000 € anlegen, entweder in einer Immobilie oder in einem Aktiendepot. Bei beiden Anlagen besteht die Gefahr, innerhalb der nächsten 2 Jahre 20% Verlust zu erleiden. In welche Anlageform würden Sie lieber investieren?

  • bei der Immobilie: 72%
  • bin unentschlossen: 15%
  • beim Aktiendepot: 13%

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